Faszination Erotikmesse – Teil 1: Der Reiz von Erotikmessen

Erotikmesse

Immer wieder begegnet mir die Frage was das Besondere an einer Erotikmesse ist. Wenn man sich für Erotikspielzeug, Pornos, oder Dessous interessiert, kann man schließlich auch einen Sexshop besuchen oder einfach ins Internet gehen und sich das Gewünschte bestellen. Was also macht den Reiz einer Erotikmesse aus?

Grundsätzlich gibt es aus meiner Erfahrung vier verschiedene Besucherkategorien und dementsprechend unterschiedliche Beweggründe eine Erotikmesse zu besuchen.

Erstens die Käufer. Meistens handelt es sich um ein Pärchen, manchmal aber auch um zwei oder mehrere Frauen. Sie sind meistens an den Ständen anzutreffen, informieren sich, probieren aus, ziehen auch mal was an und zwischendurch schauen Sie auch mal an der Bühne vorbei, um sich die eine oder andere Show anzuschauen.

ErotikmesseDieses ist für die Messebetreiber der ideale Besucher, da sie das Geld in die Kassen der Aussteller bringen. Für den Käufer ist die Erotikmesse interessant, da er hier vieles sieht, was er sonst nur im Internet bekommen könnte, gleichzeitig aber alles ausprobieren kann. Vom Anteil bilden die Käufer zusammen mit Gruppe zwei den Schaulustigen den Hauptteil der Besucher.

Die Schaulustigen wollen unterhalten werden. Sie schauen zwar auch an dem einen oder anderen Stand vorbei, kaufen vielleicht sogar eine Kleinigkeit, aber hauptsächlich geht es ihnen darum etwas zu sehen.

Bei den Schaulustigen findet man eigentlich den gesamten Messedurchschnitt, angefangen von einzelnen Besuchern jeglichen Alters über Pärchen bis hin zu kleinen Gruppen in unterschiedlicher Zusammensetzung.

messe1Um den Schaulistigen etwas zu bieten gibt es auf Erotikmessen eine oder auch mehrere Bühnen, wo regelmäßig Girl- und Manstrip geboten wird. Teilweise handelt es sich dabei um aufwendige und spektakuläre Shows, bei denen es nicht nur darum geht möglichst viel nacktes Fleisch zu bieten, sondern das Publikum auch mit Akrobatik, Feuershows oder Komik zu begeistern.

Doch auch der Sex kommt meistens nicht zu kurz. So kann man hier Dildoshows jeglicher Art erleben. Ob Flaschen, Kerzen, Bänder, Liebeskugeln, Brillen oder simple Dildos verschiedener Größen, bei diesen Shows wird einiges verschwindengelassen oder hervorgezaubert. Aber auch Lifesex wurde schon auf der einen oder anderen Messe geboten.

Drittens die Zeigefreudigen. Ihnen geht es darum sich selbst zu präsentieren. Sie fallen bereits durch ihre erotische Bekleidung auf. Da sieht man schon mal eine nur mit einen Netzkleid bekleidete Frau oder einen nackten Mann, der sich von seiner Frau mit Halsband und Leine über die Messe führen lässt.

messe4Die Zeigefreudigen sind bei einigen Ausstellern sehr beliebt, da sie sich bereitwillig vor Publikum die Brüste abformen lassen, die Intimbehaarung stutzen, oder ein Tattoo stechen lassen. Aber auch auf der Bühne begegnet man ihnen. Gerne lassen sie sich von den Künstlern auf die Bühne holen und in die Show einbinden.

Zuletzt die Messejunkies. Sie sind in der Regel eine Unterkategorie der Schaulustigen, müssen aber separat aufgeführt werden, da sie eine spezielle Sorte Mensch sind.

Im Gegensatz zu den vorher aufgeführten Gruppen nehmen die Messejunkies teils weite Anreisen auf sich und sind, anders als der normale Messebesucher, der die Messe für 3 bis 4 Stunden besucht, in der Regel von Hallenöffnung bis zum Ende der Veranstaltung vor Ort.

Die meisten von ihnen sind mit einer Kamera bewaffnet und halten sich einen Großteil der Messe vor der Bühne auf. Doch worum geht es Ihnen? Wird es nicht langweilig immer wieder die gleichen Shows zu sehen und das tausendste Foto von einem Künstler zu machen?

Dieser Frage wird im 2. Teil nachgehen …  Euer Eventreporter Tazzilo

PS:  weitere Fotos von Erotikmessen, u.a. aus Brüssel, gibt’s in TOM’s Fotogalerie.