Hurenarlarm im Altersheim

YasminHuren im Altersheim – auf den ersten Blick unglaublich! Doch inzwischen offenbar fast schon normal. Der Bundesverband sexuelle Dienstleistungen schätzt, dass mittlerweile in rund jedem zweiten deutschen Seniorenheim Prostituierte ihre Dienste anbieten!

Eine von ihnen: die Neuköllner Hure Yasmin (24) vom „Hauptstadt-Escort“-Service. Sie hat sich auf Männer über 60 spezialisiert. 15 ihrer Stammkunden leben in Seniorenheimen.

Kostenpunkt 100 Euro pro Stunde – Yasmins üblicher Tarif.

In der „BZ“ berichtet sie: „Einige meiner älteren Kunden stellen mich als Enkelin vor, damit die Heimleitung nichts merkt.“ In anderen Fällen würden sich Sozialarbeiter darum kümmern, dass sie unbemerkt ins Zimmer schlüpfen kann.

Yasmin: „Diskretion ist besonders wichtig. Die Frauen müssen sich möglichst unauffällig kleiden. Lackstiefel, Ledermäntel, grell geschminktes Gesicht gehen da gar nicht.“

Aber längst ist nicht mehr in jedem deutschen Altenheim eine solche Heimlichtuerei nötig!

Die Berliner Hurenorganisation Hydra berichtet, dass jede Woche mehrere Heime anrufen würden. Sie wollen wissen, wie sie den Bewohnern den Kontakt zu Prostituierten am besten ermöglichen können. Die Vorschläge, die die Huren den interessierten Heimleitungen dann unterbreiten, sind vielfältig:

• Marion Detlefs von Hydra: „Es gibt Einrichtungen, wo einmal im Monat eine Prostituierte kommt und dann drei bis vier Männer hintereinander bedient.“

• Auch möglich: Prostituierte fahren mit dem Wohnmobil vor, bieten ihre Dienste im fahrbaren Bordell auf dem Parkplatz an.

• Und einige Heime organisieren sogar Fahrdienste ins Bordell, mit einem Zivi als Begleiter!

Mittlerweile gibt es nach Schätzungen von Hydra allein in Berlin mehrere Dutzend Frauen, die sich gezielt auf alte und behinderte Menschen spezialisiert haben. Der Grund: Die zunehmende Konkurrenz aus Osteuropa würde viele Sexarbeiterinnen dazu drängen, neue Nischen zu suchen.

Aber das ist nicht die einzige Ursache für die Rotlichtaktivitäten im Rentenalter. Eine andere: Auch die Huren werden älter.

So wie die ehemalige Prostituierte Stephanie Klee (51). Sie arbeitete 30 Jahren im Sexgeschäft, hatte jahrelang viele Freier in Senioren- und Pflegeheimen.

„Ich werde mit meinen Kunden älter“, sagte sie dem Online-Portal „Der Westen“.

Sie erklärt: „Man muss ja sehen, dass Geschlechtsverkehr im Alter oft nicht mehr so eine wichtige Rolle spielt.“ Viele Kunden würden sich eher nach Zärtlichkeit, Streicheln, körperlicher Nähe sehnen, sagt sie.

Hure Yasmin bestätigt das. Einige Senioren würden auch bloß jemanden suchen, der eine Stunde lang mit ihnen plaudert, ihnen zuhört oder beim Fernsehen Gesellschaft leistet. Über ältere Männer sagt sie: „Sie sind oft sogar höflicher als junge Kunden.“ Und treu sind sie oft auch: Einer von Yasmins besten Stammkunden möchte sie jeden Monat sehen.

Der 67-Jährige bestellt sie immer am letzten Tag des Monats auf sein Zimmer im Altersheim – wenn er seine Rente ausbezahlt bekommt .

Quelle: Bild de