im Interview: Eveline – nach einem GangBang mit den Wichsfreunden

EvelineSui: Hallo Eveline, vielen Dank, dass du dich gleich nach deinem heutigen Gangbang unseren neugierigen Fragen stellst. Wie war die heutige Herrenüberschussparty für dich? Bist du befriedigt worden?

Eveline: Ja, auf jeden Fall. Es hat wieder viel Spaß gemacht: neue Männer kennengelernt, schöne Sachen erlebt, gute Gefühle gehabt, gute Körper gesehen, hat Spaß gemacht.

Sui: Gesprächsthema zwischen dir und deinem Freund war gleich nach dem Ende des Events ein Herr, den du nur ganz kurz berührtest und schon ist er gekommen. Ist das typisch oder außergewöhnlich?

Eveline: Das ist doch recht extrem. Dass jemand gar nicht angefasst werden kann und gleich spritzt, kommt immer mal vor, ich würde sagen einer pro Party, aber das ist zum Glück nicht die Regel.

Sui: In zahlreichen Erotikforen wirst du seit vielen Jahren als Geheimtipp gehandelt, dennoch vergibst du nur sehr ausgewählte Termine neben deinem bürgerlichen Job. Bist du dir deiner Wirkung auf Männer bewusst?

Eveline: Ich bin mir schon bewusst, dass ich auf bestimmte Männer eine ziemliche Wirkung habe. Ich bin halt kein Typ für jedermann. Ich bin nicht so die Standardfrau, auf die jeder reagiert. Und ich bin auch nicht die typische Frau, die bei Gangbang mitmacht oder auf solchen Portalen ist. Aber umso größer ist eben der Reiz auf die Männer, die speziell so Typen wie mich mögen.

Sui: Wie fing das eigentlich alles einmal an, der erste Gangbang?

Eveline: Mein erster Gangbang war noch selbstorganisiert. Ich war immer sehr neugierig darauf, mit mehreren Männern gleichzeitig Sex zu haben. Ich habe in jungen Jahren gerne mal einen Mann angebaggert, hab ihn dann gefragt, ob er nicht noch einen Freund hätte. Und dann noch einen Freund. Klar, man kann natürlich nicht so offen sagen, was man möchte, aber ich habe immer versucht, so etwas zu organisieren. Leider musste ich feststellen, dass es oft schwierig ist mit mehreren Männern gleichzeitig Sex zu machen, weil die sich gegenseitig blockieren, weil sie nervös sind, weil sie plötzlich anfangen zu kichern, weil sie quatschen … und am Ende ist dann eigentlich recht wenig passiert. Oft war es dann so, dass man eher nacheinander, einzeln mit den Männern geschlafen hat. Oder sie haben sich mit mir unter der Decke versteckt, dann ging’s.

Irgendwann, in späteren, reifen Jahren, fand ich so etwas wie die Wichsfreunde, wo es andere für einen organisieren, wo speziell Männer hinkommen, die das suchen und es gerade geil finden, wenn viele andere dabei sind. Anfangs hätte ich gar nicht gedacht, dass es so viele Männer gibt, die mit dem Sperma der anderen Männer gar keine Probleme haben. Beim ersten Mal war ich total erstaunt, als mir einer auf die Brust gespritzt hat und der Nächste hat’s verrieben und der Dritte hat mir an der Brust gesaugt … also das hätte ich nicht gedacht. Ich hätte gedacht, dass das jeder erst wegwischen will. Aber nein. Es ist doch eine Gruppe Männer vorhanden, die es speziell so mag.

Sui: Du trittst vollkommen natürlich auf. Damit bist du fast ein Unikum in der Szene. Du bist nicht operiert. Du trägst mit Stolz deine leicht ergrauten Haare, du bist weder unter den Achseln noch im Schritt rasiert. Schätzen die Männer bei dir gerade die Natürlichkeit? Empfandest du nie einen Druck, dich der aktuellen Mode zu unterwerfen und dich auch zu rasieren?

EvelineEveline: Nö. Einmal in mitteljungen Jahren hab ich`s mal probiert, dachte: gut, guckst du mal wie’s aussieht, da war es auch noch nicht so verbreitet, sich zu rasieren. Ich fand es furchtbar, es gefiel mir überhaupt nicht. Wenn ich andere Frauen sehe, denke ich oft, der würden jetzt Haare besser stehen. Dieses Nacktrasierte hat seinen Reiz, aber es passt nur zu manchen Frauen.

Sui: Heute veranstaltest du bei den Wichsfreunden in Berlin regelmäßig Gangbang und Bukkake, wo ja eine recht hohe Anzahl von fremden Männern mit dir Sex haben, die du blank bläst. Nicht alle Männer sind schön, nicht alle sind gepflegt. Kennst du beim Gangbang/Bukkake so etwas wie ein Ekelgefühl gegenüber einem Mann?

Eveline: Nee, überhaupt nicht. Ich habe ja eine devote Ader und deshalb macht`s mir oft Spaß, gerade wenn ich jemanden erst mal so gar nicht attraktiv finde. Ich muss ihn trotzdem verwöhnen, und das gibt  mir `nen Kick.

Sui: Wer noch nie auf einer Sexparty war, wo sich eine große Anzahl von Herren mit nur einer Frau verlustieren, stellt sich das vielleicht ziemlich chaotisch vor. Kommt es zum Gedränge? Fühlt sich mal ein Mann zu kurz gekommen, weil er zu schüchtern war und sich nicht richtig rantraute?

Eveline: Das ist manchmal schwierig. Es sind Männer da, die sich nur um sich kümmern und mich dadurch sehr lange blockieren, die ihren Körper so hinlegen, dass niemand anderes mehr rankommt. Wenn man ein bisschen zur Seite geht, können mich andere auch anfassen, ich kann einem Anderen dabei einen blasen, ohne dass alles dicht ist. Ich schaue immer, dass ich jedem sein Recht gebe und mich jeder auch genießen kann, aber eben immer nur eine gewisse Zeit, damit auch wieder ein Anderer die Gelegenheit hat sich mit mir zu amüsieren.*

Sui: Unsere Leser sind bestimmt erpicht zu erfahren, wie lange so der durchschnittliche Geschlechtsverkehr pro Mann bei einer Orgie mit dir dauert? Was tust du, wenn einer abspritzen muss, obwohl er gerade erst mit den ersten Stößen angefangen hat?

Eveline: (lacht) Also für mich ist wichtig, dass ich mitkriege wie es dem Mann geht. Ich gehe mit seiner Lust mit. Wenn jemand jetzt schon sehr geil ist, anfängt zu vögeln und gleich fast explodiert, denn merk ich das ja. Und dann finde ich es total schön. Ich finde, wie lange man vögelt ist nicht so ausschlaggebend, beim Gangbang ja eh nicht, weil da sowieso mehrere sind, da ist es angenehm wenn es relativ schnell geht, dann kann wieder der Nächste ran. Aber auch so, wenn ich es nur mit Einem zu tun habe, kann man ja drum herum ganz viele andere Sachen machen und viel Spannung aufbauen, ohne dass man viel vögelt.

Sui: Gab es Männer, die sich vor dem Event eine Viagra eingeworfen haben, um länger durchzuhalten? Merkst du das immer gleich?

Eveline: Manchmal bei den älteren Männern, die die ganze Zeit einen Steifen haben, ist das schon ungewöhnlich. Kein Mann hat die ganze Zeit eine Erektion, es ist eher normal, das der zwischendurch wegrutscht und gerade bei Männern ab 60, die die ganze Zeit einen Steifen haben, vermute ich dann, sie haben was genommen. Auffallend ist, dass diese Männer dann gar nicht abspritzen können – können lange rummachen, aber man kriegt sie nicht zum Spritzen.

Sui: Von einer befreundeten Sexarbeiterin höre ich immer den Spruch, Männer, die sich Sex kaufen, können meistens nicht ficken. Kannst du diesen Eindruck bestätigen?

Eveline: Na, das Spektrum ist sehr weit. Es gibt Männer, bei denen denke ich auch, wie sollen die eigentlich eine Frau glücklich machen. Gerade wenn sie mir erzählen, sie seien verheiratet, aber ihre Frau hätte nie Lust, da denke ich, da musst du eben selbst mal irgendwas machen. Also nicht nur an ihrer eigenen Attraktivität, weil sie irgendwie immer dicker werden, weil sie so gar nichts aus sich machen, sondern überhaupt die mangelnde Aktivität, keine Erotik, kein Gefühl hinter. Okay, dann soll er sich eben mal was kaufen an Sex, aber ich finde diese Inaktivität traurig. Viele Männer kaufen  sich Sex, weil es unkompliziert ist, weil sie nicht ewig quatschen müssen, dreimal anrufen und genau aufpassen, was sie sagen. Bei mir können sie sagen: haste Lust, ick komm vorbei. Ich kenne so einige Männer, wo ich gleich anfange zu juchzen, weil sie total gut sind und es mit ihnen total Spaß macht.

Sui: Auf deiner Homepage bist du mit nicht retuschierten Fotos zu sehen und das, obwohl du einer normalen hauptberuflichen Tätigkeit nachgehst. Hast du keine Angst, dir könnten daraus einmal berufliche Nachteile entstehen?

Eveline: Klar, das kann passieren. Mein Konzept ist einfach. Es kann niemanden passieren, dass er mich besucht und nicht weiß, wer ich bin. Er kann mich vorher klar auf den Fotos erkennen. Ich halte nie damit hinterm Berg, dass ich eine offene, freie Sexualität lebe, manche Kollegen und Bekannten wissen davon. Das wäre also kein so großer Schock für sie.

Sui: Als Dienstleistung Sex anzubieten bedeutet als Frau: von Männer begehrt werden, sich attraktiv, wunderschön, unwiderstehlich fühlen und sich als Person bestätigt zu finden, durch die Geilheit der Männer auf einen, Macht über sie auszuüben, als Frau angenommen zu werden und sich fallenzulassen. Wenn du das ähnlich siehst, warum hat die Sexarbeit nur so einen schlechten Ruf?

EvelineEveline: Das sehe ich auf jeden Fall ähnlich. Frauen, die sich für Sex anbieten, wachsen darin meistens. Sie werden begehrt, sie bekommen noch was dafür und können Spaß haben. Auch wenn viele behaupten, die macht das nur fürs Geld und Spaß macht das doch nicht, das stimmt nicht immer. Der schlechte Ruf ist ein Schutz der Gesellschaft, um es den Frauen nicht so einfach zu machen. Das ist doch ein Ritual, uns immer wieder in die Kriminalität zu schieben. Es gibt kein Land, wo es keine Prostitution gibt. Es ist einfach ein Teil der Gesellschaft.

Sui: Schwer beeindrucken mich ja immer originelle, erotische Ideen wie der Melktaxi-Service, bei dem man sich von der Arbeit abholen lassen kann. Die Frau stand im hinteren Teil des Wagens je nach Geschmack zur Verfügung, sodass man vom Ehemann am Steuer nach Hause gefahren wurde und dort dank ihrer Hinterbankbemühungen völlig entspannt ankam. Wären so originelle Ideen etwas nach deinem Geschmack?

Eveline: Das ist witzig. Wir überlegen auch immer, was man einfach noch witziges machen kann.

Sui: Es ist zwar ein unangenehmes Thema, dennoch müssen wir ein Wort über die sexuelle Ansteckungsgefahr verlieren. Wie schützt du dich? Hast du dir schon einmal etwas eingefangen?

Eveline: Nee, ich habe mir noch nichts eingefangen. Man muss Risikominimierung machen, dass heißt Vögeln generell nur mit Gummi, auch nicht mal kurz oder nur ein Stück ohne. Blasen tue ich ohne, lass mir aber nur sehr selten in den Mund spritzen.

Sui: Hast du bei deinen zahlreichen Aktivitäten mal einen Bekannten getroffen oder einen Arbeitskollegen? Wenn ja, wie ist das abgelaufen?

Eveline: Ja, einen Bekannten habe ich mal getroffen. Ich war vor fünfzehn Jahren scharf auf den Typen, habe mich nicht an ihn rangetraut, insofern war ich ganz froh, dass der zu mir kam. Gelohnt hat`s aber  sich nicht.

Sui: Mit wie viel Jahren hattest du dein erstes Mal und wie ist es genau abgelaufen?

Eveline: Ich habe mit 15 Jahren das erste Mal gevögelt. War nicht schön, eher schwierig. Aber ich wollte es eben unbedingt.

Sui: So ein Gangbang über zwei Stunden ist ja auch körperlich ziemlich anstrengend. Gibt es eine sportliche Aktivität mit der du dich fit hältst?

Eveline: Vögeln ist als Matratzensport einfach eine gutes Fitness, weil man sich wirklich mit dem ganzen Körper bewegt. In einer bestimmten Stellung oder beim Blasen spannt man den Bauch oder den Po an, das hält doch schon mal allgemein fit. Ansonsten lebe ich gesund, wir joggen zusammen (mit ihrem Partner) und ich fahre viel Fahrrad.

Sui: Eine beliebte pubertäre Frage aus der Bravo, die zumeist Jugendliche mit hohen Pornokonsum stellen, lautet: wonach schmeckt Sperma? Du bist die Fachfrau. Verrat es uns.

Eveline: Meistens eher salzig.

Sui: Auf deiner eigenen Homepage wirbst du mit Aktionen im Parkhaus in deiner Mittagspause. Wie läuft so ein Treffen genau ab?

Eveline: Weil ich auf der Arbeit so eingespannt bin, kann ich es wirklich selten machen. Ich schmeiß mich dann auf mein Fahrrad, dann gehe ich an die verabrede Stelle im Parkhaus. Ist natürlich immer überraschend, was das für ein Typ ist. Meistens sind die Parkhaustreffen total interessant, es sind fast immer jüngere Männer. Es geht relativ schnell zur Sache, ist halt ein Quickie. Macht meist mehr Spaß, als wenn man es länger machen würde, weil man in die kurze Zeit alle Energie reinlegt. Dann geht’s zurück zur Arbeit, kurz Hände waschen und alle in meiner Nähe merken, irgendwas ist komisch. Wahrscheinlich kriegen alle Männer im Büro einen Steifen. Ich rieche nach Sex, ich sehe so aus, fühl mich richtig gut und es wird dann für mich meistens ein schwungvoller Nachmittag.

Sui: Im Forum der Wichsfreunde beschwerst du dich, diplomatisch geschickt, dass einige Herren nicht zu wissen scheinen, wie sehr Sperma im Auge brenne und dass sie absichtlich oder unabsichtlich dort hin spritzten. Hat es die Aufklärungsaktion etwas genutzt?

Eveline: Ja, hab den Eindruck. Obwohl … heute hat mir einer das Sperma vom Mund weggewischt und direkt ins Auge. Sehr seltsam. Der Mann hatte wohl eine Fehlschaltung.

Sui: An einer anderen Stelle heißt es: „Sagt mir, was ihr wollt! Sagt mir, ich soll meine Beine spreizen, wie ich knien soll. Sagt mir, wenn ihr meinen Arsch sehen, lecken wollt, während ich gerade einen harten Männerschwanz absauge. Wer meine Titten lang und weich runterhängen sehen will … gerne doch.“ Daraus schließe ich, dass sich viele Männer manchmal nicht trauen ihre Wünsche zu äußern?

Eveline: Na, das kannst du ganz generell sagen: kein Mann traut sich seine Wünsche zu äußern. Selbst wenn man sich nur mit einem Mann trifft, ist es oft schwierig rauszubekommen, was er mag, kaum einer traut sich etwas zu machen oder zu sagen. Und hier beim Gangbang fällt es mir immer besonders auf, dass die Männer sehr passiv sind. Ich denke immer, sie müssten doch mal irgendeinen Wunsch haben, mich mehr anfassen oder rumdrehen. Macht leider kaum ein Mann.

Sui: Unser Interview wird bei TOM-Report veröffentlicht. Vielleicht gibt es Männer, die dich nun unbedingt kennenlernen möchten. Darf man dir eine Mail schicken, die du persönlich beantwortest?

Eveline: Gerne: eveline2007 @ arcor . de

Vielen Dank für deine offenen Worte. Ich wünsche dir weiterhin ein befriedigendes Leben.

Sui