Interview mit Markus, das II. – „Eier zu Erbsen“

Reporter: Lieber Markus, aufgrund der großen Resonanz führen wir heute schon unser zweites Gespräch. Es macht so viel Spaß mit dir zu plaudern, wir wiederholen das jetzt regelmäßig.
Markus: Hallöchen. Grüße an alle vom Marketingfritzen.

Markus
Reporter: Deine letzte Party ist noch nicht mal eine Woche her und war ein bombastischer Mitmachermagnet, fast neuer Teilnehmerrekord. Du hattest den Eintrittspreis dafür auf niedrigschwellige vierzig Euro gesenkt. Wir wollen nicht nur von den monetärer Dingen etwas erfahren, sondern vor allem von dir wissen: wie war’s?

Markus: Die Session war ein voller Erfolg, weil diverse Player wirklich engagiert dabei waren. Gangbangs können ja immer so oder so ablaufen. Mal sind die Player mehr in Talkstimmung, dass heißt sie haben zwar ihren Spaß mit dem Mädel, es entwickelt sich aber mehr in die Talkrichtung unter den Playern. In diesem Fall war es so, dass alle mit Herz und Schniedel bei der Sache geblieben sind.

Sandra ist wirklich voll auf ihre Kosten gekommen, ist die gesamte Zeit über gefickt worden, mit Bukkakerunden, also sie ist auch mit Sperma verwöhnt worden. Es sind wirklich alle auf ihre Kosten gekommen. Es waren aber diesmal eben auch alle sehr engagiert dabei. Sandra wollte richtig was erleben, hatte zuvor zwei Monate Pause eingelegt, und es sollte die Hütte brennen. Und die hat gebrannt. Weil quantitativ viele Männer da waren und weil sie qualitativ gut bei der Sache geblieben sind. Viele Player haben sich im Nachhinein bedankt und Grüße an sie ausrichten lassen, wie genial das war und was für eine leidenschaftliche Frau sie ist.

Reporter: Einem Teilnehmer wolltest du hinterher das Bundesverficktkreuz anstecken, da er so sehenswert zur Tat stieß.
Markus: Er war groß in Form … er ist quasi über sich hinaus gewachsen.
Reporter: Hatte er etwa wieder was eingeschmissen?

Markus: Das munkelt man. Aber die Stimmung war echt so aufgelaufen, alle waren so beherzt und beschniedelt auf hohem Aktivierungsniveau dabei. Wenn ich mal im Flur zum Verabschieden war, hörte ich Sandra immer laut stöhnen. Das war eine aufgegeilte Session. Ich weiß auch nicht, woran das genau lag. Sandra war rattig und super-fickgeil.

Reporter: Ist denn eigentlich auch jemand gekommen und dann wieder gegangen? Nach dem Motto: mir ist hier zu voll, ich krieg keinen hoch, die Frau gefällt mir nicht, ich will lieber wieder gehen …

Markus: Zwei bis drei Personen dürften dagewesen sein, die kurz reinschauen wollten, was ja kein Problem ist, haben dann geguckt, meinten es sei zu voll und sind wieder gegangen. Kein Problem.

Reporter: Tja, gibt immer Männer, die mögen es gern intimer.

Markus: Was denn, noch intimer? (lacht) Die Mädels bei mir wollen halt nicht den „Jungfrau im Klee“ sondern den massiven Gangbang haben. Quantität ist in diesem Fall ein Element der Qualität. Nicht weniger ist mehr, sondern mehr ist mehr.

Reporter: Es hatte sich ja noch ein weiteres Pärchen angekündigt. Sind die eigentlich dazu gestoßen?
Markus: Nee, ich hatte auch mit der Dame des Pärchens zwei Tage vorher noch gesprochen, machte auch einen sehr sympathischen Eindruck. Letztlich sind sie dann nicht gekommen.

Reporter: Im Vorgespräch habe ich nicht nur an deinen leuchtenden Augen ablesen können, dass du dich kaum noch retten kannst vor weiblichen Angeboten. Was ja sehr erstaunlich ist, da die Frauen-Akquise für einen Gangbang ja für gewöhnlich eher ein schwieriges Unterfangen ist.

Markus: Das ist primär nicht mein Verdienst, sondern es hat sich rumgesprochen.

Reporter: Aha, die berühmte „Mund-zu-Mund“-Propaganda. Das ist wohl wirklich so. Viel entscheidender als die eigene Werbung ist die werbende Meinung, die andere von einem haben, oder?

Markus: Es sind die Player, die einen persönlichen, positiven Eindruck mitnehmen. Mich persönlich kennen viele Frauen ja vorher noch gar nicht. Wenn ein Player mit seiner Integrität dafür steht, dass bei mir was Angenehmes, was Aufregendes erlebt werden kann, dann ist das auch eine Form der Mundpropaganda. Von Player zum Mädel.

Reporter: Zitat von dir: ich hab ja wieder keinen Punkt gemacht. Du bist auf deiner eigenen Party beim letzten Mal selbst nicht zum Zug gekommen. Was war da los, Markus?

Markus: Naja, zum Einen: der Oganisatör, der hat es schwör. Am Anfang der Party bin ich ja ohnehin nur am Handy oder an der Tür. So ein Gangbang ist ja eigentlich so eine Art Sit-in mit ordentlich Fickmöglichkeit. Die Mädels können die ganze Zeit Spaß haben, schon alleine aufgrund ihrer Anatomie, aber als Player braucht man ja schon eine gewisse Regenerationszeit, wo man meist untereinander klönt. Beim letzten Mal hab ich mich einfach ein bisschen verquatscht.

Reporter: Du hast die auf den ersten Blick profane Idee aufgeworfen, dein Leben zukünftig einmal im Jahr dokumentieren zu wollen. Ein Foto, eine Zusammenfassung. Was bisher geschah. Welche Ängste einem aktuell so umtreiben und wie die gleichen Probleme mit ein paar Jahren Abstand für einen aussehen: war das ein Scheiß, worum hast du dir eigentlich Sorgen gemacht, hast du dir dein Leben vielleicht nur unnötig schwer gemacht?

Markus: Die Idee ist eine Art Videolog. Was habe ich dieses Jahr erlebt, was habe ich gesehen, wie habe ich es erlebt. Und das dann jedes Jährchen. Sodass man sich dann in zehn, zwanzig Jahren wie in einem komprimierten Zeitraffer sich selbst sehen kann. Dabei sind nicht die Ängste das Primäre. Sondern, was für Action ist gewesen, welche Einstellungen haben sich verändert und natürlich was so lifestilemäßig oder politisch bei mir so abgegangen ist. Das stell ich mir interessant vor, auch wie man sich optisch mit den Jahren verändert. Das ist wie ein Schatz, da schau ich später drauf und weiß, das ist mein Leben gewesen.

Reporter: Du hast begonnen, deine eigene Homepage online zu stellen, hast die ersten Reaktionen bekommen und darin unter anderem gebeten, dass sich jeder deiner Gangmitglieder persönlich vorstellt. Wie sind deine Erfahrungen?

Markus: Es ist ja schön und gut, wenn jemand irgendwann mal bei einer Session dabei gewesen ist. Nur die Organisation ist doch ein dynamischer Prozess. Wir als Player sollten uns mit wenigen Informationen vorstellen, die nicht dafür geeignet sind, das man damit in der Öffentlichkeit identifiziert werden kann, die aber interessierten Ladys einen gewissen Eindruck geben, wer sind diese Schniedel eigentlich. Und dafür bat ich um kurze Profile per Selbsteinschätzung. Die Ladys wissen: okay, die Jungs sind real, so kann man die einschätzen. Passt mir oder passt mir nicht.

Reporter: Gibt es denn viele Stammleute bei dir oder gibt es durch deine vielen Anzeigen wie zum Beispiel bei berlinintim eine gewisse Fluktuation bei deinen Partys?
Markus: Es gibt vielleicht vierzig Wiederholungstäter, aber es kommen immer neue Nasen.
Reporter: Planst du denn zukünftig eine gewisse Kontinuität in deinen Veranstaltungskalender zu bringen?

Markus: Das könnte ich machen, wenn ich ein professioneller Anbieter wäre. Aber die ganze Geschichte ist nachwievor privat. Nur wenn die Mädels Zeit und Lust haben, beides muss zusammenkommen, dann kontakten die mich für gewöhnlich mit einer bis zwei Wochen Vorlaufzeit. Ich habe auch kommuniziert, dass ich so lange brauche, um eine ordentliche Party zustande zu bringen. Nur dann findet es statt. Ich pushe die Mädels null. Wenn die mich nicht kontakten, nerv ich die auch null Millimeter.

Ich setze im Endeffekt doch auch meine Phantasien um, also starker Herrenüberschuss. Wer als seine Atmosphäre interpretiert, wirklich diverse Stimmen zu hören, dass man nach und nach immer mehr Leute kennenlernt … wer das als intim, privat, angenehm, anziehend ansieht, der ist hier richtig aufgehoben. Das gilt für die männlichen Player, aber natürlich auch gerade für die weiblichen Player. Für mich können es gar nicht zu viele Player sein. Das ist meine Präferenz.

Reporter: Markus, auf diese Frage freue ich mich schon die ganze Zeit, denn du hast ja wieder neue Pornodreherfahrungen gesammelt. Wir sind vom letzten Interview noch auf den Stand, dass du bei diversen Castings teilnahmst. Aber du bist aus diesen Wettbewerben ja als Sieger hervorgegangen. Du bist jetzt ein Echter. Ein Pornodarsteller. Du konntest dich mit Annika Bond, einem echten Bondgirl also, vergnügen.

Markus: Du, die sieht in Natura wirklich quasi so hübsch aus wie ein Bondgirl.

Reporter: Bei unserem ersten Interview bekamst du Post von der Rechtsabteilung der Produktionsfirma, weil du Dinge ausplaudertest, die nicht genehm waren. Was darf ich denn überhaupt fragen? Was darfst du erzählen?

Markus: Aller Anfang ist schwer, ich hatte den Vertrag nicht gründlich genug gelesen. Die Geheimhaltungsklauseln, echte „Bondsache“ sozusagen, überlesen. Es ist so, dass bestimmte Dinge als Betriebsinterna nicht an die Öffentlichkeit dringen sollen. Dazu gehören konkrete Zahlen, was Gagen angeht. Na, so wie bei jeder Company.

Reporter: Ja, wie war’s? Was ist passiert? Nun lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen! Ich stelle mir vor, du hast vorher kaum schlafen können.
Markus: Meine Vorfreude war groß. Ich sollte ja mit Unterhemd erscheinen. Mein Künstlername ist ab jetzt Wolle.
Reporter: Verstehe. Wolle, das Unterhemd. Spielst du da den Proleten? Du, als Akademiker im Unterhemd?

Markus: Bei Wolle denke ich eher an Hölle, Hölle, Hölle und an Freundschaftsarmbänder. Das bin ich ja nun gar nicht, der Kontrast ist natürlich irgendwo kultig. Von meiner künstlerischen Ader her ist es natürlich eine Herausforderung (lacht schallend).

Es war wirklich von A bis Z witzig. Es ging damit los, dass ich in der Privatlocation, wo wir drehten, klingele. Die Gastgeber bitten mich rein. Ich plausche mit ihm und frage: stellt ihr eure Wohnung öfter zur Verfügung? Nee, ist das erste Mal, erzähl du doch mal … ehrlich Jungs, für mich ist es auch das erste Mal, antwortete ich. Das Team, waren alle angenehme Leutz, wir haben von Anfang an nett geplauscht und uns sympathisch unterhalten. Danach klingelten die Frauen. Da hab ich dann das erste Mal Frau Bond gesehen, das Bondgirl sozusagen, wie eben bei Eronite zu sehen, wirklich ein attraktives Mädel, haben uns gut unterhalten, war sehr sympathisch, angenehmes Wesen. Lana, für die es witziger Weise auch der erste Dreh gewesen ist … sehr junges Mädel, angenehm dezent vom Auftreten her, wirklich hübsch. Ich hab mir gleich gedacht: hier bist du genau richtig.

In der ersten Szene hab ich gleich meinen Text vergessen. Ich also am rumproleten und hab gerade noch geistig die Kurve gekratzt. Danach wies mich die Regisseurin Hera Delgado darauf hin, dass ich zwar gut gespielt, aber das ich einen Texthänger gehabt hätt. Naja, danach ging`s dann.

Reporter: Bist du auch geschminkt worden?
Markus: Die Mädels glaub ich schon. Ich bin so zu sehen, wie ich eigentlich immer zu sehen bin.
Reporter: Ja, und dann ging’s los.

Markus: Großes Kompliment an die Regisseurin Hera. Wenn irgendwas nicht geklappt hat … und das ging damit los, dass eigentlich ein Außendreh in Potsdam hätte stattfinden sollen, aber das ging ja nicht bei den kalten Außentemperaturen, da werden dir ja als Darsteller die Eier zu Erbsen. Dann gab es in der Wohnung viele Umstellungen. Also die Hera hat alles ganz souverän gemanagt, keinen Stress gemacht, war immer sehr smart.

Meine erste Szene war geplant als Dreier mit den beiden Mädels, ist dann aber eher umgemünzt worden … jetzt will ich mal lieber nichts verraten. Es ist sehr stark in die lesbische Richtung gegangen. Ich bin definitiv auf meine Kosten gekommen, allerdings primär mit Lana. Aber wer näheres wissen will, muss sich die DVD kaufen (lacht).

Reporter: Es ist es denn, im doppelten Wortsinn, noch zu einem Zusammenstoß mit Frau Bond gekommen?

Markus: Leider nicht. Das habe ich hochgradig bedauert. Ich habe das Vergnügen mit Lana gehabt, wirklich eine schnuckelige Maus, die, obwohl es ihr ersten Dreh gewesen ist und obwohl sie noch relativ jung ist, mit ihrer Geilheit bemerkenswert natürlich rüberkommt. (Markus erzählt voller Begeisterung die Geschehnisse in allen Einzelheiten, die jedoch an dieser Stelle keine Erwähnung finden dürfen).

Die Brutto-Drehzeit betrug fünf Stunden. Entweder du warst mit Leuten am Klönen oder du warst am Poppen. So oder so es war eine Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann. Das Bisschen, was du bei dem Dreh arbeitest, macht wirklich richtig Spaß: Poppen mit attraktiven Mädels. Da kann man wirklich nichts falsch machen.

Reporter: Wolle, wie ist der Titel des Films?
Markus: Das weiß ich noch nicht.
Reporter: Naja, dann kann man dich wenigstens schon beim Casting filmisch bewundern. Der Film ist nämlich auf dem Markt und heißt: Schwanz im Glück. Deutsche Riesentitten beim Gangbang. Lieber Markus, mach weiter so viele Erfahrungen im Sexbusiness.