John Thompson wegen Gewaltpornographie verurteilt

John Thompson75.000 Euro Geldstrafe wegen der Herstellung und Verbreitung von Gewaltpornografie für  Pornoproduzent Raymond Bacharach, Alias „John Thompson“.

Nach einem Prozess, der sich seit August in die Länge zog, verurteilte das Münchner Amtsgericht den Produzenten Raymond Bacharach (64) zu 150 Tagessätzen à 500 Euro.

Die Staatsanwältin hatte ein Jahr Haft auf Bewährung gefordert.

„Wir sehen das Urteil mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Verteidiger Sewarion Kirkitadse. Er ist froh, dass das Gericht den Tatbestand der Verherrlichung oder Verharmlosung von Gewalt nicht als nachgewiesen sah.

Bacharach, der knallharte Sexfilme unter dem Namen „John Thompson“ auf den Markt bringt, wurde lediglich wegen Herstellung und Verbreitung von Gewaltpornografie verurteilt.

„Die beanstandeten Filme wurden sofort aus dem Netz genommen“, betont Kirkitadase. Darin ging es unter anderem um Vergewaltigungen und Schläge.

Bacharach, der Musik studiert und viele Jahre Filmmusik produziert hatte, über seine Pornoprodukte: „Es ist einfach nur eine Kunstform. Wir bekommen täglich Anrufe von Frauen, die in den Filmen mitmachen wollen.“ Das Gesetz sei nicht mehr zeitgemäß und er werde das Urteil anfechten.

Und wie geht‘s weiter? Bacharach produziert in seinen Studios an der Leopoldstraße munter neue Filme. „Normale Pornos“, wie er betont. „denn ich bin gegen jede Art von Gewalt.“

Wer sich selbst von John Thompson’s Filmen ein Bild machen will, findet einige davon auch in TOM’s Online Videothek.