Kämpfe um deinen Pornostar

Pornofilmkritik: „Battle Bang“ (Antigua Pictures)

Battle BangMein begeisterter Blick fiel auf den amerikanischen Pornomarkt, auf dem man immer wieder nach neuen Ideen und Variationen des scheinbar so stringent Identischen des Pornogenres fündig wird. Es handelt sich um eine Fight-Club-Adaption, bei der zwei Kämpfer in einen Käfig eingesperrt werden. Es gibt kaum Spielregeln. Fast alles ist erlaubt. Erst ein bewegungsunfähiger Gegner hat verloren, nur im Ausnahmefall regelt das die Punktwertung. Und da es sich hier um einen Pornofilm handelt, gewinnt der Sieger keinen hässlichen Pokal, keine hohe Geldsumme, sondern etwas sehr viel besseres: er darf seinen Lieblingspornostar in genau diesem Kampfkäfig ficken. Wenn das mal keine Motivation ist. Gemeinerweise muss sich der Verlierer von einer dominanten Frau demütigen lassen.

Die sehr weiblichen, benutzungsbereiten Gewinntrophäen hören auf die pornösen Künstlernamen Lexi Belle (fürs Beutechema „zickig-blond“) und Isis Love (fürs Beutechema „willig-brünette“). Beim Verfolgen des exzellenten Vorspanns mit dem exakt auf den Takt geschnittenen Filmausschnitten, den man mit großen, überraschten Augen aufsaugt, gewinnt man die Überzeugung, es müsse sich um eine mit hohem Budget hergestellte Mainstream-Fernsehserienproduktion fürs Allerweltsabendprogramm handeln, wenn uns da nicht die sexuell eindeutigen Szenen auf eine andere Fährte lockten. Überhaupt verschaffen uns die perfekte Requisite, die originalgetreuen graphischen Einblendungen, die von solchen Boxkampfarenen abgekupferte Kameraführung und die fehlerfreie Lichtsetzung ohne Schattenwürfe einen hochprofessionellen Eindruck, die uns emotional den Kampf mitverfolgen lässt. Großartig. Einzig fehlt das anfeuernde Publikum, aber derart viele Statisten wären dann wohl doch des Aufwands zu mächtig gewesen.

Battle Bang

Der erste Kampf: Keni Styles gegen Ryan Blaze
Gewinnprämie: Lexi Belle
Die Demütigung des Verlierers übernimmt Kelly Devine

Die beiden männlichen Kämpfer stellt man in einer Art Kurzreportage vor, exakt so wie man uns beim ZDF-Boxabend über die Kontrahenten im Interviewausschnitt, garniert mit einigen Fakten über Familienstand, bisherige Frauenverschleißquote und am häufigste geträumte erotische Phantasie, in Kenntnis setzt. Natürlich spricht der Ringsprecher noch ein paar Worte mit den beiden Frauen. „Hey Lexi, du bist heute der Preis für den Sieger.“ – „Ich bin ja so aufgeregt.“ – „Und du, Kelly, wirst den Verlierer bestrafen.“ – „Ich werde meinen Arsch einsetzen, um ihm die Luft zu nehmen.“ Der Ringsprecher verkündet das Kampfmotto: price or punishment.

Let’s bang.

Der Kampf sieht echt aus, gewalttätig, brutal. Der Ringrichter verteilt zwischendurch für bestimmte Schläge, Würfe oder Klammergriffe Punkte, deren Nachvollziehbarkeit sich mir jedoch nicht erschloss. Drei Minuten dauert jede Runde. In Runde zwei ist Kickboxen angesagt, die einen eindeutigen Sieger hervorbringt. Ein Arzt kommt in den Ring zur Untersuchung. Darauf die Kampfszenen zu reportieren habe ich bewusst verzichtet, aber es ist verdammt noch mal richtig glaubhaft umgesetzt, zumal es sich bei den Kämpfer um echte, austrainierte Kickboxer handelt.

Keni Styles, der tätowierte Mann mit den asiatischen Wurzeln, gewann eindeutig durch einen Knockout. Und der Ringsprecher bringt seinen Preis, Lexi Belle, in den Käfig, die sich ohne zeitliche Verzögerung wild küssend über seinen Mund hermacht. Vielleicht eine Idee zu ungestüm. Sie zieht ihm seine Boxerhose runter, er hält sich am Käfigrand fest, da ihm bei Lexis Blaseinsatz die Knie zu zittern beginnen. Ein Blowjob für den Sieger. Nach den aus zahlreichen Pornofilmen bekannten beiderseitigen rein mündlichen Poppen-Präparierungshandlungen, reitet sie wie ein Cowgirl auf seinem Schwanz, ehe sich die geschlechtliche Reibung mit missionarischem Eifer fortsetzt. Das ist Muschitraining mit einem Mann, der in einer Ausdauersportart zu Hause ist. Einige Trainigseinheiten später, stellt sie für ihn ihren Po in der Hündchenstellung sehr hoch aufrecht, sodass er nun mit jedem Stoß eine derart gute Hebelwirkung ausübt … Lexi Belles Schreien vor Anstrengung scheint absolut nachvollziehbar. Und er grinst sich trotz aller Anstrengungen noch eins dabei. Obwohl der enthusiastische Verkehr gerade mal fünfzehn Minuten dauert, ist er derart intensiv, hart und abwechslungsreich, dass man meint, der Champion des ersten Kampfes habe wahrlich übermännliche Fähigkeiten. Lexi Belle lutscht ihm am Ende bis der Schwanz bloß noch kampfunfähig zuckt, zuvor besiegelte er seinen phänomenalen Sieg mit einem gezielten Schuss in Ihren Mund. „It`s good to be the champ“, lobhudelt er Lexi und beide brechen in spontanes Lachen aus.

Der Verlierer Ryan Blaze will gerade die Titten der lächelnd auf ihn zustreitenden Vollstreckerin Kelly Devine liebkosen, da fängt er sich schon ein paar satte Ohrfeigen ein, die ihn sicherheitshalber auf den Boden kauernde Deckung suchen lassen. Ein paar gezielte Arschtritte später gibt sie großzügig bekannt ihn vielleicht doch nicht mit ihrem dicken Arsch ersticken zu wollen, wie sie das ja ursprünglich vorgehabt habe. Stattdessen macht sie sich liebevoll über seinen Schwanz her und bläst ihn auf Vollmast. Siehste, man sollte im Leben ein guter Verlierer sein. Und so dramatisch ist verlieren ja gar nicht, wie er jetzt am eigenen Schwanze gerade spürt.

Kelly lässt sich zwar kurz mal ficken, unterbricht dann jedoch brüsk ihr Tun, sonst könnte es ihm am Ende noch Spaß machen. Schließlich ist es klar und eindeutig ihre Aufgabe, diesen Losertyp zu bestrafen. Sie setzt sich stattdessen, wie es zuvor von ihr angedacht war, auf sein Gesicht und bestimmt, sich nun jedes bisschen frische Luft gekonnt am Kitzler erlutschen zu müssen. Da Kelly gerade nichts anderes um die Ohren hat, nimmt sie seinen Schwanz in den Mund und schaut, was sich damit noch so bestrafungstechnisch anstellen könnte. Endlose Pofickszenen folgen. Tja, nicht das er damit bestraft wird, nein, sie lässt sich von ihm anal durchnehmen. Er spritzt ihr zum Abschluss sein Sperma mit ihren Pogeschmack in den Mund. Den Schwanz leckt sie sauber. Und für wen war das jetzt bitteschön eine Bestrafung. Für den Verlierer Ryan ja schon mal eindeutig nicht.

Battle BangDer zweite Kampf: Danny Mountain gegen Rico Strong
Gewinnprämie: Isis Love
Die Demütigung des Verlierers übernimmt Stacy Adams

Der zweite Ringkampf scheint ein unausgeglichenes Kräftemessen zu sein: ein Hänfling gegen einen Schwergewichtler. Erneut werden die Ringer in einer beeindruckenden Kurzreportage vorgestellt, sodass niemand auf die Idee käme, dies sei ein Fake. Es wirkt alles absolut authentisch. Dann spricht der Ringsprecher noch ein paar vorstellende Worte mit den Frauen. Stacy Adams ist eine schwarze Fettgranate mit eingefrästem Dauergrinsen („I am punish the white boy“), die im Vorfeld den schmächtigen jungen Mann mit heller Hautfarbe als vermutlichen Verlierer ausmacht, was wir genauso vermuten. Die Gewinnprämie der Herren, Isis Love, steigt derweil als Nummerngirl in den Rund und hält eine Pappschild mit der 1 für erste Runde hoch.

Während in Runde eins Ringen angesagt ist, duelliert man sich in Runde zwei rein boxerisch. Zur großen Überraschung gewinnt der Schmächtigere, der über die viel bessere Technik verfügte.

„Hast du überhaupt noch genug Energie für mich“, fragt die beinspreitzene Gewinnertrophäe Isis Love den Mann, den sie da mit Zungenküssen auf die Matte zwingen will. Als sie seine Hose runterzieht, schnellt ihr schon sein steifer Schwanz entgegen. Und der Kampfgewinner sagt selbstsicher zu ihr: „That’s your price.“ Das könne sie ja gar nicht annehmen … ach doch, sie nehme es eigentlich gerne an. Während er sich ihr Poloch aufnahmebereit einspeichelt, macht sie Tiefenkehlenversenkungsübungen mit seinen Schwanz, bei denen sie nicht ins Räuspern kommt. Als sie sich dann wie ein geile Spermaholikerin ertragssicher auf seinen Schwanz setzt und ihn hinreißend powackelnd ausreitet, ist es nur zu verständlich, dass sie erstaunt darüber ist, da er selbst nach drei Minuten immer noch nicht abspritzen muss. Aber sie sieht an seinem Gesicht und seinen Zuckungen, dass er dafür hart mit sich kämpfen muss, damit dies wirklich nicht geschieht. Indem sie sich seinen Schwanz in ihr Gesicht haut, kühlt sie ihn ein wenig auf Normaltemperatur ab, schließlich soll er ja noch was leisten in ihr. Wie sie ihn danach jedoch formvollendet oral liebkost, lässt ihn aufschreien. Aber sie hat seine Eier fest im Griff und verhindert so gekonnt, dass er zu früh kommt. Eine fünfminütige, sehr energiegeladene Koitusszene später, bei der sie beiden ziemlich ins Schwitzen geraten, spritzt er ihr in den Mund, was Isis Love lachend kommentiert mit: „the winner cumes tonight.“

Battle BangDann trifft der schwarze Verlierer Rico Strong auf die schwarze Arschschönheitskönigin Stacy Adams. Alles an der Frau scheint ein paar Nummern größer als man sich es für gewöhnlich vorzustellen in der Lage ist. Aber eine Strafe dürfte ein geschlechtliches Zusammentreffen mit ihr keineswegs sein. Doch es passiert das Unvorstellbare. Der Muskelbepackte Rico bekommt irgendwie keinen richtig hoch, bricht einen ersten Versuch Stacys Vagina zu besuchen ab und sitzt danach wie ein Häuflein Elend in der Ecke. Tja, so sehen Verlierer aus.

Stacy Adams nimmt’s nicht persönlich und meint selbstbewusst, dass er sich damit ja nun wirklich selbst bestraft hätte. Stattdessen darf nun der Gewinner Danny Mountain gleich noch einmal ran. Dieses Vollweib macht sich hocherfreut über die aufrechte Erektion des Gewinners her, bläst ihn, absolviert dann einen wirklich enormen Tittenfick mit seinem Schwanz, was sich bei ihrer Oberweite natürlich auch anbot. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie sich nach den folgenden zehn Minuten richtig gut gefickt fühlt. Und er hinterlässt eine Spermaspur seiner Geilheit in ihrem Gesicht, was bei einer schwarzen Frau immer besonders schön zur Geltung kommt.

Einzig die Bestrafungssektionen für den Verlierer hätte man vielleicht mit einer echten Domina durchführen lassen können, ansonsten gibt es nichts zu kritisieren an diesem nahezu perfekten Film, den man sich mühelos mehrmals ansehen kann, ohne eine Verlustigung zu verspüren. Großes Lob an die Macher. Ganz großes Pornokino.