Die Lupinenstrasse, der Puff in Mannheim

Mannheims offizieller Puff ist eine kleine, für Autos gesperrte Fußgängerzone. Die Strasse heißt Lupinenstrasse und ist weit über Mannheims Grenzen bekannt. Sie wird sogar in Wikipedia erwähnt. Anlass genug, diesen berühmten Puff einmal bei TOM Report vorzustellen.

Durch den Mannheimer Stadtteil Neckarstadt-West führt eine lange Strasse namens Mittelstrasse, wie  eine Mainroad. Die Straßenbahnlinie Nummer 2 fährt hier bis zur Endhaltestelle Neckarstadt West und wendet dann wieder, um zurück zu fahren. Zählt man, vom Alten Messplatz beginnend, die Querstrassen, die die Mittelstrasse hat, so  sind es neunzehn. Die 19te Querstrasse ist Mannheims offizieller Puff. Die Mannheimer nennen ihren Puff entweder beim Kosenamen „Lupi“ oder sagen: „die Neunzehn“.

Süß, nicht wahr? Wie die meisten Damen, die hier anschaffen, denn insbesondere nachts trifft der liebeshungrige Mann eher auf die jüngere Generation der Damen, die dem ältesten Gewerbe der Welt nachgehen. Tagsüber sieht Mann auch einige reife Frauen, die noch attraktiv genug sind, um hier noch Kundschaft für ihre Dienste zu finden. Nachts verschaffen die hauptsächlich roten Neonlichter an den Fenstern und Türen der Häuser eine klassische Rotlichtatmosphäre, die verruchte Stimmung aufkommen lässt.

Lupinenstrasse Mannheim bei Nacht

In ganz Mannheim ist Prostitution nur im Sperrgebiet erlaubt und die Lupinenstrasse ist ein solcher Sperrbezirk. Rechtschaffene Damen sollten „die Lupi“ allerdings besser nicht betreten,  es ist ihnen sogar verboten. Nicht per Gesetz, aber es ist ein ungeschriebenes Gesetz des Nachtlebens. Auch Jugendliche unter 18 haben hier keinen Zutritt. Zum Schutz der Jugend wird die moralische Gefährlichkeit der Strasse durch zwei Mauern markiert, an der ein Schild angebracht ist, auf dem geschrieben steht, dass Jugendliche unter 18 Jahren keinen Zutritt haben. Zwei Mauern deshalb, weil diese Fußgängerzone zwei Eingänge hat, denn sie ist Verbindungsstrasse zwischen Mittelstrasse und Riedfeldstrasse.

Auf den Fotos zum Artikel zeigen wir auch die Eingänge.

Wie in jeder Strasse haben die Häuser Hausnummern, von der Mittelstrasse gesehen zählt man aufwärts bis Haus 20.

Manche Häuser haben sich Namen gegeben, z.B. Haus Nr. 12 nennt sich Laufhaus „Ritz“ und über dem Eingang von Haus 9 steht „Blue Velvet“. So kann man sich besser merken, wo man seine Liebste kennen gelernt hatte, wenn man sie mal wieder besuchen will.

Die Strasse wird auch in  Wikipedia erwähnt, dort steht, Zitat: „Die Lupinenstraße ist eine für Minderjährige gesperrte Straße in Mannheim, die zur Prostitution (ca. 120 bis 140 Frauen) genutzt wird. Sie liegt als nördlichste Querstraße am Rande des Stadtteils Neckarstadt-West.“ Zitat Ende.

Links und rechts der Straßenseiten dieser Fußgängerzone sind Häuser, hinter den Fenstern sitzen die Prostituierten auf Barhockern wie in Schaufenstern. Manche lehnen sich aus den geöffneten Fenstern heraus und sprechen die durch die Strasse bummelnden Männer an, indem sie sagen: „Komm doch mal her, ich hab mal ne Frage!“ Wenn ein Mann dann stehen bleibt, stellen die Mädchen immer die gleiche Frage, und sie lautet: „Hast du Lust? Willst du zu mir reinkommen?“

Außer den Damen, die man beim Bummel durch diese Strasse an ihren Fenstern sieht, gibt es hier auch Laufhäuser. Für alle, die nicht wissen, was ein Laufhaus ist, hier eine kurze Beschreibung:

Stell dir vor, du betrittst ein altmodisches Hotel, ohne Rezeption, ohne Fahrstuhl.

Die Wände der Häuser sind mit erotischen Grafiken bemalt. Du gehst die Treppen rauf, gelangst auf einen Flur. Geh den Flur entlang, auf jedem Flur sind mehrere kleine Zimmer, die kärglich eingerichtet sind: Ein Schrank, eine Kommode, ein Holzschemel, ein Waschbecken und natürlich einem Lotterbett fürs Nümmerchen.

Die Türen zu den Zimmern sind entweder geschlossen, oder offen. Vor den offenen Zimmern sitzen Mädchen auf Barhockern. Du gehst den Flur entlang, schaust dir die Mädchen an, gehst ein Stockwerk höher und vielleicht noch eines. Vielleicht gehst du auch ins Laufhaus nebenan und steigst wieder die Treppen herauf und herunter. Es ist spannend, sich alle Häuser und alle Mädchen anzusehen.

Die Mädchen auf den Barhockern lächeln dich an und wenn du einmal vor einer stehen bleibst, weil sie dir gut gefällt und sympathisch erscheint, wird sie dir die selbe Frage stellen, die du schon auf der Strasse gehört hast: „Hast du Lust?“. Irgendwann entscheidest du dich und landest mit einer Auserwählten auf dem Lotterbett.

Die Prostituierten, die hier ihrem Gewerbe nachgehen, zahlen Miete für ihre Zimmer und können sich hier einmieten und ihre Dienstleistung anbieten, wie sie wollen. Im Klartext: Sie kommen und gehen wann sie wollen, beginnen und beenden den Tag wann sie wollen und sind frei in der Auswahl ihrer Sexualpartner. Niemand zwingt sie zu irgend etwas. Manche der Damen sind Hobby-Huren, die nur ein paar Tage im Monat hier arbeiten, andere sind über mehrere Wochen oder sogar Monate hier.

Die Preise, die die Mädchen für ihren Service verlangen, vereinbaren sie individuell mit ihren interessierten Kunden. Siggi Selector weiß allerdings, dass keine der Damen für unter 30 Euro arbeitet. Wer mehr bezahlt und eine gute Professionelle ausfindig macht, kann sich auch ein Domina-Spielchen wünschen oder ein anderes nettes Rollenspiel.

Siggi Selector kennt nicht wenige hübsche Mädchen schon seit Jahren. Viele kommen aus Osteuropäischen Ländern hierher, arbeiten eine Weile, dann gehen wieder zurück in ihre Heimat, machen Urlaub und kommen dann wieder. Es sind aber nicht nur Damen aus Osteuropa hier. Auch einige Deutsche und mehrere aus Afrika stammende Frauen trifft man in der Lupinenstrasse. Männer treffen auf eine interessante Multikulti-Szene die eigentlich überall in der ganzen Stadt Mannheim vorzufinden ist.

Agnes mit den Mördertitten, die wir hier in TOM Report schon einmal vorgestellt hatten, ist bis 31 Mai in Haus 15 anzutreffen und wir zeigen ein aktuelles Foto von ihr. Dann geht sie wieder nach Hause und ist Ende Juni wieder hier.

Siggi Selector hat die Strasse sogar in seinem Buch verewigt. Der Autor hat sich die Lupinenstrasse vorgestellt, als er in seinem Erotik-Roman „Sex oder Salsa“ eine gewisse „Tulpenstrasse“ beschrieben hat. Seine Romanheldin Anja arbeitet hier und die kleine Kneipe an der Ecke der Strasse ist inzwischen Siggi Selector’s Stammkneipe, wo er mehrmals in der Woche vor seinem Bierchen sitzt und mit anderen Gästen in der Kneipe über sein Buch und die Szene diskutiert und sogar Autogramme geben muss.  Manchmal verrät er auch, welche Mädchen er am liebsten besucht. Zum Beispiel Ola, das Busenwunder und Agnes mit den Mördertitten.

Zwei Sexdienstleisterinnen, die wir hier bei TOM Report bereits vorgestellt hatten. Es werden nicht die letzten Damen sein, die uns Siggi Selector auf TOM Report vorstellen wird.