Im Interview: Markus – Berliner Sexpartyveranstalter mit Doktortitel

Sui: Hallo Markus, du gehörst für mich zu den echten Unikaten in der Veranstalterszene Berlins, mit originellen Ideen, mit dem Mut, unbekanntes Terrain für sich neu zu entdecken und zahlreichen Kontakten zu weiblichen Geschöpfen, die das Ausleben ihrer Sexualität vertrauensvoll in deine Hände legen. Wie fing das mit der Organisation eigener Sexpartys bei dir eigentlich alles Mal an?

Markus: Naja, ich bin ja kein Professioneller. Das fing alles völlig privat an. Der Hintergrund war ganz einfach, dass eine gewisse Asymmetrie herrscht, das wissen wir wohl alle, zwischen Angebot Weiblein und Nachfrage Männlein. Meine Idee war ganz einfach: wenn ich mich als einzelner Schniedel bei irgendwelchen Mädels bewerbe, die einen Gangbang haben wollen, ist die Wahrscheinlichkeit eingeladen zu werden nicht so hoch. Eingespielte Teams werden bevorzugt. Also habe ich nach Analyse der Marktsituation gedacht und gründete ich eine Gang.

Markus

Sui: Es schwirrt bei vielen Männern ja so die Phantasie im Kopf rum, man müsste eine Gang haben, aber es klappt ja nie, das Realität werden zu lassen. Es klappt häufig nicht an schwierig zu akquirierenden Frauen, sondern weil die Männer so unzuverlässig sind.

Markus: Beides, denke ich. Zum einen ist es nicht ganz so einfach Mädels zu akquirieren, die Bock auf Gangbang haben, das ist immer noch die Creme de la Creme der Mädels. Im Sinne von Tabu durchbrechen, für sich selbst denken statt irgendwelchen Klischees hinterher sabbern. Gerade die Mädels sind ja noch viel stärker geprägt von der Sozialisierung. Männer werden auf Cowboy konditioniert, die dürfen schon was nebenbei machen. Und Mädels dürfen ja nicht mal Richtung Gangbang denken, sodass die Akquise nicht einhundertprozentig einfach ist.
Aber du brauchst auch zuverlässige Player. Rein kommt nur in meinen Verteiler, wer schon mal vor Ort gewesen ist. Es sind keine Tastenwichser. Denen gönne ich ihren Spaß, aber das sind keine ernstzunehmenden Player.

Sui: Vor Kurzem hast du bei einem Pornofilmcasting mit Sexy-Susi teilgenommen und auch beim Premieren-Bukkakedreh von GGG, die ja gerade nach Berlin umgezogen sind, warst du dabei. Es interessiert uns brennend, wie das bei einem richtigen Pornodreh so abläuft? Hast du beim Casting als Popper bestanden?

Markus: Du, ich habe gerade bei Eronite an einem Pornocasting (kostete ein bisschen was) teilgenommen und bin von denen jetzt für einen richtigen Porno engagiert worden (Markus erzählt voller Enthusiasmus von den Pornoszenen, für die man ihn als Hauptdarsteller einstellte. Vertraglich muss jedoch gegenüber der Öffentlichkeit noch Stillschweigen über deren Inhalte gewahrt bleiben). Ich krieg ein bisschen was für fünf Stunden Dreh … mit zwei Mädels poppen und dazu noch mit Annika Bond und dann noch ein paar Euros bekommen, ist doch absolut ein Highlight.

Sui: Wie lief dieses Casting bei Eronite denn genau ab?

Markus: Wir waren zuerst 16 Leutchen gewesen. In der ersten Runde sind alle 16 Typen im Kreis um Dirty Danni gestanden, das war das Mädel des Nachmittags, bläst einmal rum und wenn du nach zwei Minuten blasen a) einen stehen hattest und b) nicht gekommen bist, dann warst du eine Runde weiter. Zweite Runde mit zwei Dreierteams jeweils 25 Minuten mit Dirty Danni, wo die schauen, ob man sich vor der Kamera artikulieren kann oder kriegt man kein Wort raus, wie ist das Playing im Team, einer fickt sie, einer ist an den Titten dran und so weiter. In Runde drei sagt dann das Mädel, du musst in den nächsten fünf Minuten kommen, naja, und dann musst du eben in den nächsten fünf Minuten kommen.

Sui: Bei dem Casting mit Sexy-Susi ist es ja ganz anders gelaufen?

Markus: Völlig anders. Deren ganzes Konzept war anders. Bei Sexy-Susi gab es mit mir ein kurzes Interview und dann wurde einfach nur gefickt. Das war das ganze Casting.

Sui: Hat nicht beim Casting mit Sexy-Susi ihre Kollegin Sidney Love fingiert Beurteilungen über die männlichen Teilnehmer auf ihrem Reißbrett notiert?

Markus: Partiell ja. Vorwiegend wird gepoppt. Susi ist eigentlich diejenige, die primär Direktiven gibt. Der Snapshot des Events war für mich, wie Sidney vor mir im Doggystile hockt, Susi auf sie rauf, womit ich zwei Muschis vor mir hatte und Susi in ihrem geilen polnischen Akzent sagt: „steck ihn auch in meine Möse rein.“

Sui: Bei beiden Drehs agiertest du ohne Maske. Da man sich zudem per sogenannten ID-Shot für die Teilnahme mit dem eigenen Personalausweis in der Hand fotografieren lassen muss, verzichtest du auf alle Schutzmaßnahmen deine Identität zu verschleiern. Meinst du nicht, dass könnte dir später einmal zum Nachteil gereichen?

Markus: Nö, eher zum Vorteil. Ich strebe nicht an, irgendwann mal meine Individualität zu verlieren. Dementsprechend ist es quasi eher eine Absicherung.

Sui: Welchen Männern würdest du generell zuraten, welchen Männern eher abraten an einer Sexparty bei dir teilzunehmen? Wer zum Beispiel noch Jungfrau ist, würdest du dem raten seine erste sexuelle Erfahrung inmitten einer Herrengemeinschaft mit einer sehr erfahrenden Frau zu sammeln?

Markus: Warum nicht? Stelle doch lieber die Frage, für wen wäre Gangbang eigentlich nichts? Für Frauenhasser.

Sui: Und vielleicht auch für nicht teamfähige Menschen.

Markus: Ja, das auch. Das wär nur nicht ganz so gravierend, denn für teamunfähige Männer wäre ein großer Lerneffekt vorstellbar. Was bei Frauenverachtern, die einfach ein grundlegendes Problem mit ihrer Persönlichkeit haben und es auf andere so extrem projizieren, unmöglich ist. Wenn ich mitbekomme, dass ein Frauenhasser vor Ort ist, kriegt der sein Geld wieder und kann gleich wieder gehen.

Sui: Das ist gut, dass du das ansprichst. Es gibt Männer, die denken bei einem Gangbang handle es sich um eine Massenvergewaltigung. Dabei ist es doch eher genau das Gegenteil.

Markus: Richtig. Die Frau ist die Königin des Abends. Ich habe mich mal mit einem sehr masochistisch orientierten Mädel über Gangbang unterhalten. Innerhalb meines weiblichen GB- Bekanntenkreises sind ohnehin fast alle devot. Ich sage nicht, dass das jetzt repräsentativen Charakter hat. Aber das merkt man beim Gangbang keinen Millimeter. Was bedeutet denn Emanzipation? Gleichstellung, gleiche Rechte. Die Frauen fordern ihre Sexualität genauso ein wie Männer. Frauen aufgrund ihrer Anatomie und aufgrund des Angebot-Nachfrage-Verhältnisses in dieser Gesellschaft haben, wenn sie ein bisschen clever sind und sich über Tabus hinwegsetzen, einen Freischein. Und diejenigen, die clever sind, nutzen den. Take your chances.
Entweder du orientierst dich an deinen Bedürfnissen, was man im Allgemeinen selbstbestimmt nennt, oder du wirst fremdbestimmt, jemand sagt dir, was du zu tun hast, weil es um seine Bedürfnisse geht. Wenn der Ehemann seiner Frau, in tradierten Rollenverhältnissen, die Hälfte seiner Kohle gibt, spielt ja das Geld angeblich gar keine Rolle. Wenn das Geld mal nicht mehr fließt, dann brennt die Hütte. Daran merkt man, dass Geld keine Rolle spielt … (lacht)

Sui: Du lädst dir die Leute direkt in deine eigene Wohnung ein. Dort ejakulierte bei dem Silke- Event ein Mann auf deine Computertastatur, weil er es einfach nicht mehr halten und es so voll war, dass er nicht mehr bis zu Silke vordringen konnte. Hast du keine Sorgen, dass ähnliche unangenehme Dinge mit deinem Besitz passieren oder das dir gar etwas geklaut wird, schließlich kann man bei so vielen Männern nicht alle ständig unter Beobachtung haben?

Markus: (lacht) Naja, bei Tina ist mal eine richtig fette Ladung auf die Decke gegangen. Wen juckt`s?

Sui: Bei der Preisgestaltung hast du ja in der Vergangenheit einige Experimente gemacht. Auf welchem monetären Niveau liegt für dich das optimale Preis-Leistungsverhältnis sowohl für die Frau als auch für den Partyteilnehmer?

Markus: Das hängt extrem stark von der Präferenz ab. Wenn man eher auf wenige Player und ein Mädel steht, also sagen wir mal eine „persönliche Atmosphäre“ schätzt, dann liegt das akzeptable Preisniveau bei 50,00 Euro bis 60,00 Euro in Berlin. Wenn man eher der Gruppenmensch ist, der eben zwischen den Ficks gerne mit den Kollegen klönt und das als persönliche Atmosphäre empfindet, aber lieber auf vollgespritzte, richtig heiß gepoppte Mädels steht, dann liegt das optimale Preisniveau irgendwo zwischen 25,00 Euro und 40,00 Euro in Berlin. Meine Sessions kosten immer unterschiedlich Eintritt – je nachdem, ob das Mädel ein Taschengeld will oder nicht. Wenn nicht, wie bei Evi, gibt`s nur einen symbolischen Preis, womit die Unkosten abgegolten sind. Ferner kommts drauf an, ob z.B. ein Hotelzimmer oder eine Privat-Location für das Event angemietet werden muß wie z.B. bei Silke. Der Preis liegt dann natürlich etwas höher.

Sui: Darf bei dir fotografiert oder gefilmt werden?

Markus: Wenn das der Fall ist, kündige ich das vorher an.

Sui: Gerade hast du deine Homepage gestaltet, sodass man sich endlich im Vorfeld ein wenig über dich und deine matratzenlastigen Aktivitäten informieren kann. Ich war begeistert, weil sie so angenehm ehrlich ist. Wie lautet die Adresse?

Markus: www.gangbanggang.de.gg – Die Mädels bei mir sind sich ihrer eigenen Sexualität bewusst. Die wollen den Schwanz genießen. Ist ja nicht der Bund fürs Leben. Die wollen quantitativ gestopft werden. Als Teilnehmer musst du nicht Brad Pitt sein (auch wenn es von manchen Mädels zuweilen gewisse optische Einschränkungen gibt).

Sui: Unser Interview wird bei TOM-Report veröffentlicht. Vielleicht gibt es Frauen, die dich nun unbedingt kennenlernen möchten, weil sie vielleicht bei einer von dir organisierten Sexparty dabei sein möchten. Darf man dir eine Mail schicken, die du persönlich beantwortest?

Markus: dermenschenaehnliche@web.de – es dürfen sich auch Mädels melden, die leichte bis konsequente Erziehung wünschen.

Sui: Vielen Dank für das Gespräch. Jetzt lass mal deine Casting-Pornofilme laufen, damit ich mir von deinen Fähigkeiten einen persönlichen Eindruck verschaffen kann.