Sexy Cora: Herzstillstand nach Busen-OP

Porno-Star „Sexy Cora“ ringt mit dem Tod. Während einer Brust-OP in Hamburg erlitt die 23-Jährige einen Herzstillstand. Sie schwebt in akuter Lebensgefahr, liegt im künstlichen Koma.

VON MALTE STEINHOFF, RÜDIGER GAERTNER

Sexy CoraSie ließ nichts unversucht, um ins Rampenlicht zu kommen: Porno-Drehs in den Boberger Dünen, Live-Sex-Shows auf dem Kiez und Auftritte im Big-Brother-Haus. Sie düste mit einem rosafarbenen Lamborghini durch Hamburg, malte knallbunte Erotik-Gemälde und sang Pop-Songs (Titel „My Love – La, La, La“) in Elektromärkten. Jetzt ringt Porno-Star „Sexy Cora“ mit dem Tod.

Während einer Brust-OP in Hamburg erlitt die 23-Jährige einen Herzstillstand. Sie schwebt in akuter Lebensgefahr, liegt im künstlichen Koma. Grund war offenbar ein Fehler der Ärzte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Dienstagnachmittag: „Sexy Cora“ fährt in die „Alster-Klinik“ an der Rothenbaumchaussee (Rotherbaum). Die Privatklinik hat sich auf Schönheits-OPs spezialisiert: Brustvergrößerung, Brustverkleinerung, Fettabsaugung, Haartransplantationen, Intimchirurgie – es gibt kaum etwas, das die Ärzte der „Alster-Klinik“ nicht anbieten. Laut Eigenwerbung gehört die Einrichtung zu den „führenden Kliniken für Schönheitsoperationen in Deutschland“.

„Sexy Cora“, die als Carolin Ebert in Berlin-Pankow zur Welt kam, will sich (nicht zum ersten Mal) die Brüste vergrößern lassen – von Größe F auf G. Das Silikon soll links und rechts jeweils von 500 auf 800 Gramm aufgestockt werden. Doch bei der OP geht etwas schief: „Sexy Cora“ erleidet – womöglich wegen einer falschen Narkose – einen Herzstillstand! Die Chirurgen der Klinik rufen den Notarzt. Die 23-Jährige wird auf die Intensivstation des UKE gebracht.

Sexy CoraIhr Mann und Manager Tim Wosnitza (25) wollte „Cora“ nach der OP eigentlich abholen. Doch gerade als er dabei ist, vor der Klinik einen Parkplatz zu suchen, bekommt er einen Anruf: „Es war einer der Ärzte“, sagt Wosnitza. „Er sagte, das mit dem Abholen hätte sich erledigt. Bei der Operation sei es zu Komplikationen gekommen und Cora sei nun im UKE. Mehr wollte mir der Arzt nicht sagen – er tat beschäftigt und wimmelte mich regelrecht ab.“

Mittlerweile ist die „Sexy-Cora“-OP ein Fall für die Staatsanwaltschaft: „Wir werden ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung einleiten, weil wir dem Verdacht eines möglichen Behandlungsfehlers nachgehen“, sagte Oberstaatsanwalt Wilhelms Möllers der MOPO. Am Mittwochmittag sicherten Beamte des Landeskriminalamtes in der „Alster-Klinik“ Spuren. Nach Angaben der Geschäftsführung der Klinik „liegt seitens der Ärzte kein Behandlungsfehler vor“.

„Sexy Cora“ liegt noch immer im künstlichen Koma. Nach MOPO-Informationen schätzen die Ärzte ihre Überlebenschancen auf 50 Prozent.

Quelle: MOPO