Tantrafee Iris Bücker

Nachdem Iris Bücker vor nicht einmal einem halben Jahr mit ihrem Swingerclub Knigge „Trau Dich in den Swingerclub“ ihr Buch-Debüt veröffentlichte, folgt nun bereits das nächste Werk.

In „Tantrafee – Geschichte(n) einer Tantra-Masseurin“ erschließt sich nun auch detaillierter der Zusammenhang zwischen ihren Tantra-Massagen und Swingerclubs.

So schreibt Iris Bücker in ihrem neuem Buch über die erlebten Geschichten mit ihren Gästen und warum sie nach einiger Zeit die Tantra-Praxis wieder aufgegeben hat.

Die Autorin, Iris Bücker, Jahrgang 1959, stammt aus dem Münsterland und lebt heute in der Nähe von Düsseldorf. Die Mutter einer erwachsenen Tochter und ehemalige Chefsekretärin erlitt nach 25 Jahren in den Plüschetagen namhafter deutscher Wirtschaftsunternehmen einen totalen Zusammenbruch. Es folgte eine lange Zeit der Alkoholsucht, der eine nicht minder lange Therapie und Reha folgten.

Doch Iris gab nicht auf und begann ein Jahr später ein völlig neues Leben. Weit weg von der Heimat startete sie als Hartz-IV-Empfängerin neu durch. Mit einem kleinen Opel-Corsa, einem großen Hartschalenkoffer und alten Aldi-PC als Weggefährten entdeckte sie die Welt des Tantra.

Was sie in diesen fünf Jahren alles erlebte, schildert sie nun auf den mehr als 150 Seiten. Die wahren Begebenheiten reichen jedoch auch weit in ihr altes Leben zurück und offenbaren nicht immer heitere Offenbarungen.

Somit stehen in Tantrafee auch mehr die autobiografischen Fakten und Erlebnisse im Mittelpunkt des 150 Seiten umfassenden Buches. Nichtsdestoweniger erfährt der Laie durchaus Wissenswertes über Tantra und ich weiß jetzt auch was unter anderem ein Lingam ist. Man lernt halt nie aus!

Damit bietet „Tantrafee“ auch gleich den Vorzug nicht der hundertste Tantra-Ratgeber zu sein, sondern Geschichten zu erzählen, die das Leben schreibt. Und so spiegeln sich in den Geschichten alle Facetten des Lebens wieder. Mal spannend, mal heiter und lustig, aber auch traurig, schockierend und erotisch. Dabei ist das größte Plus der authentische und sehr persönliche Schreibstil Iris Bückers, der den Leser wirklich mitnimmt und das Buch so lesenswert macht.

Abschließend ist es schon bewundernswert, dass die Autorin nach all den Erlebnissen keinesfalls verbittert scheint, sondern stets voller Lebensmut neue Wege beschreitet. Dazu kann der TOM ihr nur viel Erfolg und viele Leser wünschen!