Viagramonopol faellt – die „Latte“ wird erschwinglich !

Obwohl wir wissen, dass es ein Thema ist, welches die TOM Leser nicht persönlich betrifft, möchten wir über eine wichtige Neuigkeit im Markt der Potenzpillen berichten. Anlass ist die Tatsache, dass der Patentschutz für Viagra abgelaufen ist und ab sofort Nachahmerpräparate (Generika) auf den Markt kommen, die wesentlich preiswerter sind.

viagra_witzFür viele Männer und Paare eine große Erleichterung, denn Viagra wurde meist nicht von den Kassen bezahlt und mit fast 50 Euro pro Viererpackung war kein billiges Vergnügen.

Gott sei Dank kosten die Viagra Ersatzprodukte jetzt ca. 60 Prozent weniger als bisher ! Sie werden für die Viererpackung, je nach Wirkstoffgehalt, zwischen 15 und 25 Euro liegen. Alleine daran kann man auch ermessen, welch riesigen Gewinn die Firma Pfizer bislang mit dem Produkt gemacht hat.

Die Frage: “ Kauf ich mir jetzt eine Kiste Bier oder mach ich mein Frauchen glücklich ?“ verliert ihre praktische Bedeutung. Auch für viele Frauen ein Segen, die jetzt auch vom knappen Haushaltsgeld ihrem Mann ein bisschen „Unterstützung“ kaufen können.

Viagra wird auch „praktischer“ in der Anwendung. Warum ? Viagra wird meist in 100mg Dosis verschrieben, die für viele jedoch zu hoch dosiert ist. Aufgrund der Rautenform und fehlender Bruchkerben war das „Teilen“ einer Viagra jedoch ein schwieriges Unterfangen (hab ich mir sagen lassen).

Auch damit ist jetzt Schluss, denn die Generika werden Bruchkerben haben, was es leicht macht, bei Bedarf auch auf 50mg oder 25mg herunterzudosieren.

Deshalb ist auch Schluss mit der alten Scherzfrage: “ Weißt Du, wie eine Viagra von innen aussieht ? Nein ? Dann nimmst Du wohl auch immer eine Ganze !“

Kommen wir zu der wichtigen Frage: sind die Nachahmerpräparate genau so gut wie das Original?

Die Antwort ist Ja ! Vor Zulassnung eines Medikamentes  muss es in einer sogenannten Bioäquivalenzstudie nachweisen, dass es dem Originalpräparat weitgehend gleicht. Das wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, geprüft. Der Wirkstoff muss gleich sein, die Hilfsstoffe (z.B. Bindemittel und Füllstoffe ) sind frei wählbar.

Es wird reichlich Auwahl geben, denn sage und schreibe 28 Firmen haben ein Präparat zum Verkauf angemeldet. Praktisch sind alle bekannten Generika Hersteller darunter.
Interessanterweise bringt der Originalhersteller Pfizer selber ein „Billig Viagra“ auf den Markt, belässt aber das teure Original für „Nostalgiker“, Gewohnheitsmenschen und Angeber weiter in den Apotheken.

Ein weiterer positiver Effekt wird sein, dass weniger Fälschungen aus dem Internet bestellt werden. Gerade, weil hier die Gefahr von Risiken und Komplikationen höher lag, ist diese Neuerung sehr zu begrüßen.

Allerdings: Viagraanaloge Produkte sind ebenfalls verschreibungspflichtig und nicht frei verkäuflich. Aber was solls: Ärzte stehen unter Schweigepflicht und deshalb, für den guten Zweck, einfach mal den Mund aufmachen !

Bier und Sex für Alle ! Gott, Al Bundy und auch ich haben es immer so gewollt, bestätigt gerne … Euer CARLOS!